Ich bin kein großer Bäcker. Eigentlich würde ich gerne so richtig gutes Brot backen können. Aber eine Kombination aus Zeitmanagement, konstanter Verbrauch und Bequemlichkeit zwingen mich dazu, eher spontan ein Brot im Supermarkt zu kaufen. Beim Blättern bin ich auf dieses herrlich saftige Dinkelbrot mit Sonnenblumenkernen gestoßen. Und ich muss sagen, es wurde nicht zu viel Versprochen. Mit Hilfe meines Gußeisentopfes wurde es ein absolut supermarkt-taugliches Dinkelbrot mit knuspriger Kruste. Und das alles ohne lästige Vorbereitungszeiten. Das Dinkel eher zu den gesünderen Mehlsorten gehört, ist dabei nur ein positiver Nebeneffekt.
Warum dieses Dinkelbrot mit Sonnenblumenkernen so saftig wird
Wie schon erwähnt bin ich kein großer Bäcker. Mein Equipment ist auch nicht darauf ausgerichtet, wobei ich wesentlich mehr Utensilien habe, als ich hantieren könnte oder halbwegs regelmäßig verwende :-). Ein kleiner Gußeisentopf a.D. im Keller war aber perfekt für das Rezept geeignet. Dieser Topf ist ein Grund, warum das Brot so einfach gelingt. Denn der Teig enthält viel Wasser, welches beim Aufheizen verdampft. Dieser Dampf bleibt im Topf mit Deckel eingeschlossen und dadurch bildet sich die Kruste verzögert, sie wird nicht so schnell fest wie ohne Topf. Der Teig kann sich dadurch länger ausdehnen. Super einfach.
Welches Mehl habe ich verwendet ?
Ich oute mich komplett als Back-Blindgänger. Ich kann dazu nur sagen: für das Dinkelbrot mit Sonnenblumenkernen habe ich ein Dinkelmehl aus dem Supermarkt. Es war kein Vollkornmehl, ich weiß noch nicht mal welche Nummer. Es ist keine Ignoranz, aber ich habe eben nicht ausreichend Passion für das Thema. Aber ich liebe Brot. Wenn ich mir mein Brot anschaue, so bin ich super zufrieden damit und werde das noch sehr oft so backen. Ich möchte es künftig noch durch einen kleineren Anteil Roggenmehl ersetzen. Aber solange das alles so einfach funktioniert, werde ich auch keine weitere Wissenschaft daraus machen. Sorry, da gibt es viele Blogs, die sich ausgiebig damit beschäftigen.
Wie lagere ich das Brot richtig ?
Das Dinkelbrot mit Sonnenblumenkernen ist vermutlich eine halbe Woche haltbar – sofern es entsprechend gelagert wird. Also bei Zimmertemperatur, luftig aber beschützt. Ich schlage es in ein Baumwolltuch ein, Schnittseite nach unten – funktioniert super. Bitte nicht in Plastikbeutel geben. Bitte nicht in den Kühlschrank geben. Auch gut geht natürlich ein Brotkasten auf Holz oder Ton.
Welche Backtöpfe gibt es ?
Also wie gesagt, ich möchte hier nicht vorgeben, klüger zu sein als es der Fall ist. Trotzdem habe ich mich informiert und kann das mit euch teilen. Es gibt also folgende gängige Backtöpfe und das sind ihre Vorteile und Nachteile:
Gusseisentopf, auch Dutch Oven genannt. Den habe ich verwendet und bin super happy mit dem Ergebnis. Der Topf hat eine tolle Wärmespeicherung, das weiss ich auch beim “normalen” Kochen zu schätzen. Wie oben schon erwähnt, erzeugt das viel Dampf, was zu einem super Ofentrieb führt. Dadurch entsteht eine wunderbar knusprige Kruste. Und natürlich ist der Eisentopf wahnsinnig langlebig und unzerstörbar. Super für rustikale Brote, Sauerteiggeschichten – alles mit hoher Krustenbildung.
Dann gibt es den Römertopf aus Ton. Dieser Topf ist ganz ähnlich in vielem, er speichert das Wasser und gibt es dann als Dampf ab. Das erzeugt eine sehr schonende Hitze mit einer sehr guten Feuchtigkeitsregulierung. Das ist gut für klassische Brote, Weizen- und Mischbrote, wenn du eine etwas weichere Krume willst.
Ein Keramiktopf ist chemisch neutral, hat eine gute Hitzeverteilung und besonders optisch meist “nett”. Zum Backen des täglichen Brotes für gleichmäßige Backergebnisse.
Und dann könnt man noch in einem Stahl- oder Emaille-Topf backen. Diese Töpfe sind dünnwandig und heizen sich entsprechend schnell auf. Wäre die für mich die wohl am wenigsten bevorzugte aber geht auch.
Rezept für Dinkelbrot mit Sonnenblumenkernen
Dinkelbrot mit Sonnenblumenkernen
Zutaten
Method
- Die Hefe in einer großen Schüssel mit dem Honig und dem lauwarmen Wasser vermischen.
- Die Mischung 10 Minuten ruhen lassen.
- Dann das Mehl, die Kerne und das Salz mit der Flüssigkeit mischen. Dazu einfach einen Kochlöffel verwenden.
- Einen Römertopf oder einen Gußeisentopf etwas einfetten und mit ein paar Sonnenblumenkernen ausstreuen.
- Den Teig hineingeben und abschließend nochmal mit ein paar Sonnenblumenkernenbgestreuen.
- Deckel drauf und kalt bei nicht vorgeheiztem Ofen bei 230° O/U für 70 Minuten backen.
- Den Topf aus dem Ofen nehmen, Deckel runter und nochmal 10 Minuten ruhen lassen.
- Dann auf einem Ofengitter auskühlen lassen.
