Einfach veganes Kimchi selber machen – so einfach geht’s

von Alex

Seit langer Zeit habe ich den Plan Kimchi selber machen. Man liest viel und es ist eines der großen Schlagwörter wenn es um asiatische Küche geht. Bis vor kurzem wusste ich aber noch nicht einmal genau, was Kimchi eigentlich wirklich ist. Und warum ist Kimchi eigentlich so gesund? Und wie macht man Kimchi selber? Dauert das lange? Fragen über Fragen. Also wenn es dir ähnlich geht, dann bleibt dran. Ich versuch mal so gut es geht etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Ein gesundes Kimchi selber machen ist ganz einfach. Dieser klassische koreanische Salat aus Chinakohl ist fermentiert und vegetarisch. How to make Kimchi findest du auf www.allekochen.com #kimchi #korea #food #salat #healthyfood

Also, was ist denn jetzt Kimchi?

Kimchi kommt aus Korea und wird dort inflationär gegessen, es ist dort sozusagen DAS Nationalgericht. Es wird zu vielen Speisen gereicht, genauso wie Reis. Es handelt sich hierbei um eine Zubereitung von traditionell Chinakohl und koreanischem Rettich. Das wird, ähnlich wie unser Sauerkraut, durch Milchsäuregärung eingemacht. Wie bei jedem großen Gericht, gibt es auch hier unendlich viele unterschiedliche Arten Kimchi zuzubereiten und Zutatenlisten.

Ein gesundes Kimchi selber machen ist ganz einfach. Dieser klassische koreanische Salat aus Chinakohl ist fermentiert und vegetarisch. How to make Kimchi findest du auf www.allekochen.com #kimchi #korea #food #salat #healthyfood

Wieso ist Kimchi so gesund?

Naja, wie schon erwähnt ist Kimchi unserem Sauerkraut nicht unähnlich. Und wir alle wissen um die Kraft von Sauerkraut. Es enthält viel Vitamin C und ist besonders gut für unsere Darmflora – manchmal hört man das auch 🙂 Kimchi ist auch eine wahre Vitminbombe und wurde ursprünglich vor allem in Zeiten gegessen, in denen frisches Obst und Gemüse nicht erhältlich waren. Um nur ein paar gesunde Stoffe beim Namen zu nennen:

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • B1
  • B2
  • B12
  • Eisen
  • Mineralien
  • Proteine die in bis zu 17 verschiedene Aminosäuren zerfallen
  • Alliin
  • Allicin
  • Allicepide
  • die Milchsäurebakterien wirken keimtötend
  • wirkt cholesterinsenkend

Also man kann das mit gutem Gewissen essen und im Hinterkopf haben, seinem Körper damit definitiv einen Gefallen zu tun.

Ein gesundes Kimchi selber machen ist ganz einfach. Dieser klassische koreanische Salat aus Chinakohl ist fermentiert und vegetarisch. How to make Kimchi findest du auf www.allekochen.com #kimchi #korea #food #salat #healthyfood

Dauert Kimchi selber machen lange?

Die gute Nachricht ist, es dauert nicht lange Kimchi vorzubereiten. Der Aufwand hält sich definitiv in Grenzen und ist in 30 Minuten erledigt. Die schlecht Nachricht: wer gerade Heißhunger auf Kimchi hat, wird sich rund drei bis vier Wochen gedulden müssen. So lange sollte es zirka dauern, bis sich der typische Geschmack entfalten kann und der für Kimchi typische Fermentierungsprozess ausreichend fortgeschritten ist. Man findet im Internet auch schnellere Varianten, aber das ist dann halt kein klassisches Kimchi mehr und hat auch nicht die oben angeführten gesunden Eigenschaften. Und ganz ehrlich: das ist mit ein wesentlicher Grund warum man Kimchi selber zubereitet!

Was braucht man zum Kimchi selber machen?

Ein Glas eigens zum richtigen Fermentieren
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Man verwendet am besten ein großes Glas, in dem das fertige Kimchi Platz hat. Das kann an sich ein ganz normales Glas sein, der Verschluss ist hier entscheidend. Dieser muss das ausweichende Gas vorbei lassen. Man kann das dadurch erreichen, dass man den Deckel einfach lose auf das Glas legt oder mit Alufolie abdeckt. Es gibt aber auch eigene Gläser zur Fermentierung (links) oder auch Deckel aus Silikon, die man nur auf das Glas legt. Wie auch immer, es gilt als oberstes Gebot: Das Gefäß muss möglichst steril sein! Ist das nicht der Fall, so kann es gut sein, dass all die Mühe und Wartezeit um sonst war. Das ist gleich wie bei der Herstellung von Marmelade.

Ich denke es sollte jetzt ein wenig Klarheit über das Thema geschaffen worden sein und nun geht es direkt ans Kimchi selber machen. Wir haben ja keine Zeit zu verlieren, müssen wir doch dann lange genug drauf warten.

Wer noch weitere vegane Gerichte probieren will, der sollte unbedingt dieses vegane Phad Thai, das Halloumi Stroganoff oder sogar ein veganes Mett versuchen.

Ein gesundes Kimchi selber machen ist ganz einfach. Dieser klassische koreanische Salat aus Chinakohl ist fermentiert und vegetarisch. How to make Kimchi findest du auf www.allekochen.com #kimchi #korea #food #salat #healthyfood

Kimchi selber machen

Alex
Seit langer Zeit habe ich den Plan Kimchi selber machen. Man liest viel und es ist eines der großen Schlagwörter wenn es um…
Gemüse Einfach veganes Kimchi selber machen – so einfach geht’s Standard Drucken
Personen: 4-10 Vorbereitung: Kochen:
Nutrition facts: - calories - fat
Bewertung 5.0/5
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Zutaten

  • 1 Chinakohl
  • 1 EL Stärkemehl (wer hat sollte Klebreismehl verwenden)
  • 1 EL Zucker
  • 5 cm frischer Ingwer
  • 1 Zwiebel
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 Birne
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 4 EL Chiliflocken (am besten koreanische oder türkische, wer weder noch hat nimmt Paprikapulver)
  • 80 ml Fischsauce
  • 1 Karotte
  • 1/2 Rettich
  • 4 Frühlingszwiebel
  • 100 g Salz

Rezept

  1. Den Chinakohl halbieren und grob in Stücke schneiden. Diese waschen und etwas trocken schleudern. 
  2. Dann in den Topf/Fass eine Lage Chinakohl geben und mit Salz bestreuen. Wieder Chinakohl und wieder Salz. Das geht so lange bis das Salz und der Chinakohl aufgebraucht sind. Am Ende auf den Chinakohl eine schwere Platte, einen beschwerten Teller auflegen. 
  3. Dies wird nun mindestens über Nacht, besser noch einen ganzen Tag, an einem kühlen Platz stehen gelassen. Der Kohl muss weich geworden sein und Flüssigkeit muss ausgetreten sein. 
  4. Am nächsten Tag dann den Kohl etwas verkneten damit der Kohl noch weicher wird. Dann ordentlich mit frischem Wasser waschen. Ich war hier ein wenig zu schlampig, was dazu geführt hat, dass mein Kimchi ein wenig salzig geworden ist. Es lohnt sich hier gründlich zu arbeiten, man wartet ja auch lange genug darauf. 
  5. Dann in einem Topf die Stärke mit etwas Wasser und dem Zucker unter rühren aufkochen. Dabei sollte die Konsistenz wie flüssiges Gelee sein. Ein paar Sekunden zu lange am Herd und es flockt aus und man kann von vorn beginnen. Die Marinade dann in eine große Schüssel geben. 
  6. Den Ingwer, die Zwiebel, den Knoblauch und die Birne schälen und gemeinsam mit dem Schnittlauch fein pürieren. Ebenfalls in die große Schüssel zur Marinade geben. 
  7. Die Karotte und den Rettich schälen und zusammen mit den Frühlingszwiebeln mit einem Sparschäler in feine Streifen schneiden. Die Streifen in die Schüssel geben. 
  8. Alles wird nun mit den Gewürzen Cayennepfeffer, Chili und der Fischsauce gewürzt und verrührt. 
  9. Den Chinakohl ebenfalls in die Schüssel geben und alles gründlich vermischen. 
  10. Nun wird das Kimchi in das große Glas abgefüllt. Dabei ist es wichtig, dass es sehr kompakt eingefüllt wird. Es soll keine Luft zwischen den Blättern sein, das wäre nicht gut für die Fermentierung. Abschließend das Glas noch mit Wasser auffüllen, damit garantiert keine Luft mehr im Glas ist und alle Zutaten mit Wasser bedeckt sind. Andernfalls kann es zu Schimmel führen. Nun den Deckel auf das Glas, allerdings sollte man es nicht fest verschließen. Es muss noch Luft raus können. Bei Schraubverschluss also nur bis zum ersten Widerstand schrauben. Wer das nicht berücksichtigt baut sich eine kleine Kimchi-Bombe. Die Gärung im Glas muss entweichen können ... ohne Kompromisse! Ein Glas ist da kein Hindernis und es kann schnell mal dazu führen, dass man die Küche neu ausmalen muss 🙂
  11. Das Kimchi muss nun 3-7 Tage an einem zimmerwarmen Ort stehen. Je länger, desto intensiver wird das Kimchi.  
  12. Dann das Kimchi rund 2-3 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ruhen lassen. Das kann auch der Kühlschrank sein. Dort hält sich das Kimchi einige Wochen, je sauberer gearbeitet wurde, desto länger. 
Ein gesundes Kimchi selber machen ist ganz einfach. Dieser klassische koreanische Salat aus Chinakohl ist fermentiert und vegetarisch. How to make Kimchi findest du auf www.allekochen.com #kimchi #korea #food #salat #healthyfood

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4 Kommentare

SchenkDichGlücklich! 7. Dezember 2019 - 16:49

Tolles Rezept und ein schönes Bild mit den Gurkenscheiben. Dein Rezept für Kimchi klingt sehr koreanisch, erinnert mich jedenfalls von den Zutaten daran. Das Rezept probiere ich definitiv aus, wenn du mal keine Lust mehr auf Chinakohl hast, kann ich dir mein Rezept für Pak Choi Kimchi empfehlen. Schaue mal hier: https://www.kimchi-selber-machen.de/kimchi-rezepte/pak-choi-kimchi-rezept/

Viele Grüße

Reply
Raimo 20. November 2020 - 20:32

Die hier beschriebene Zubereitungsart ist gefährlich, weil anfällig für pathogene Bakterien. Leider wurde mein letzter Hinweis darauf einfach entfernt, anstatt konstruktiv darauf einzugehen. Miese Nummer!

Reply
Alex 21. November 2020 - 11:13

Hallo Raimo, ich war dir für deinen letzten Hinweis sehr dankbar und habe das Rezept dementsprechend überarbeitet. Leider hast du ja keine Kontaktdaten angegeben um mich bei dir zu melden diesbezüglich. Auch diesmal wieder keine Möglichkeit mich bei dir zu melden. Werde diesen Post also noch ein paar Tage online lassen, dann aber ebenso wieder entfernen. Würde mich auf eine konstruktive Antwort freuen, was aus deine Sicht noch immer ein besonderes Gesundheitsrisiko wäre. lg, Alex

Reply
Raimo 21. November 2020 - 22:17

Hallo Alex,

meine Emailadresse habe ich bisher bei jedem Post angegeben – ohne diese Angabe, könnte ich gar kein Kommentar abgeben. Aber okay.

Ich habe gesehen, dass Du die kritische Anweisung geändert hast. Jetzt passt es, trotzdem noch etwas zum Thema Gärgefäß, Abdeckung und Fermentation:

Wichtig ist, das Kimchi fest ins Glas zu drücken und bis ca. 2-3cm unter den Rand zu befüllen. Die Fermentation beginnt quasi unmittelbar und stellt im Gärgefäß ein Klima her (nämlich sauer und anaerob), in dem sich die Milchsäurebakterien verstoffwechseln können, andere (schädliche) Bakterien oder Schimmel aber nicht. Die entstehenden Gärgasse drücken die ursprünglich eingeschlossene Luft nach aussen und damit ist das Ferment „sicher“. Diese Schutzatmosphäre hält aber natürlich nur solange, wie das Gefäß nicht geöffnet wird und damit Umgebungsluft (inkl. Sauerstoff und allen möglichen bakteriellen Sporen) eintritt. Ein Luftaustausch wäre also fatal und würde das Fermentieren zum Glücksspiel machen und nicht zu einer kontrollierten Vergärung.

Am besten eignen sich für die Fermentation Bügelverschlussgläser, die sind genau dafür konzipiert. Die Drahtbügel sind so flexibel, dass die Gärgase nach außen gedrückt werden können, Überdruck und Gummi unterm Deckel verhindern aber ein Eintreten neuer Ungebungsluft. Damit ist es sicher. Mehr braucht es nicht; auch keine Gläser mit Silikondeckel, Ventil und Pumpe. Die erzielen „auch nur“ diesen Effekt, aber teilweise zu einem zehnfachen Anschaffungspreis im Gegensatz zu einem BVG.

Mit Schraubgläsern habe ich persönlich keine Erfahrungen, weiß aber, dass es viele Leute gibt, die damit arbeiten. Aber auch diese Gläser müssen richtig verschlossen werden und der Deckel darf nicht nur aufgelegt werden, ansonsten: siehe oben. Und hier besteht eben die Gefahr: schließt der Deckel zu fest, kann das Glas im schlimmsten Fall platzen. Ob der Deckel flexibel genug ist, kann ich ihm vorher nicht ansehen – da ist also immer etwas Risiko dabei. Bei Bügelverschlussgläsern gibt es dieses Risiko nicht.

Und zu guter Letzt: es gehört schon was dazu, so öffentlich mit einem Fehler in den Diskurs zu gehen. Du hättest auch einfach wieder löschen können. Von daher: Du hast meinen Respekt!

Viele Grüße vom Raimo

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